Layout Copilot
Selbst entwickeltes Plugin für InDesign, Illustrator & Photoshop
Von der Idee direkt ins Dokument
Den Layout Copilot habe ich selbst entwickelt und erstellt, um KI direkt in meinen gestalterischen Arbeitsalltag zu integrieren. Ein Chat in den Adobe-Programmen verbindet die Aufgabenstellung mit dem geöffneten Dokument: Der Copilot liest den aktuellen Stand, setzt Änderungen um und kann das Ergebnis visuell prüfen und weiterbearbeiten.
Der Auftrag bestimmt den Ablauf. Das kann ein einzelnes Bild, eine Textkorrektur, eine technische Prüfung oder eine komplette Gestaltung sein. Der Copilot kombiniert dafür die passenden Werkzeuge und kann eigene Arbeitsschritte aus der jeweiligen Aufgabe ableiten. So entstehen auch Lösungen für Anforderungen, für die es vorher keinen festen Ablauf gab.
Meine Erfahrung aus der Mediengestaltung, übersetzt in ein eigenes Werkzeug: von Recherche und Inhalt über Gestaltung und Asset-Erstellung bis zur Unterstützung in der Druckvorstufe.
Beispiele aus dem möglichen Aufgabenspektrum
Die folgenden Anwendungen zeigen einen Ausschnitt. Sie lassen sich einzeln beauftragen, miteinander kombinieren und auf das jeweilige Projekt zuschneiden.
Assets frei erstellen — auch als eigenständige Aufgabe
Fotos, Illustrationen, Icons, Hintergründe oder grafische Elemente lassen sich direkt per Auftrag erzeugen. Dafür muss kein vollständiges Layout entstehen: Auch ein einzelnes Motiv oder mehrere Gestaltungsvarianten können das Ergebnis sein. Die Assets stehen anschließend zur weiteren Bearbeitung oder zur Platzierung im Dokument bereit.
Recherchieren, Aussagen prüfen und Texte direkt überarbeiten
Der Copilot kann Webseiten als Quellen heranziehen, Informationen recherchieren und Aussagen im Dokument damit abgleichen. Aus der Recherche kann direkt eine Überarbeitung im InDesign-Text entstehen: Angaben aktualisieren, Formulierungen präzisieren, Inhalte verständlicher schreiben oder auf die gewünschte Länge bringen. Quellen und offene Fragen lassen sich dabei in die Prüfung einbeziehen.
Bildentwürfe als bearbeitbare Layouts nachbauen
Eine Bildvorlage dient als Ausgangspunkt für den Nachbau in InDesign. Texte, Bildmotive und grafische Elemente werden einzeln aufgebaut, damit das Ergebnis weiterbearbeitet werden kann. Ziel ist eine möglichst originalgetreue Umsetzung mit nativen Texten, verknüpften Bildern und passenden Vektorgrafiken.
Illustrationen direkt in Illustrator erstellen
Illustrationen, Symbole und grafische Elemente lassen sich direkt in Illustrator erzeugen und bearbeiten. Der Copilot kann die Ergebnisse anschließend als Assets in das InDesign-Layout übernehmen — Gestaltung und Platzierung greifen ineinander.
Freisteller und Composings in Photoshop umsetzen
Photoshop ist für Bildbearbeitungsaufgaben eingebunden: Motive freistellen, Pfade und Masken bearbeiten oder Bilder zu Composings zusammenführen. Die bearbeiteten Assets können wieder im Layout verwendet werden. So lassen sich Aufgaben vom Seitenaufbau bis ins Bild weiterführen.
OpenAI-Bilder direkt aus InDesign generieren
Wenn ein Motiv fehlt, lässt es sich im Plugin beauftragen. Über die angebundene OpenAI-Bildgenerierung in Codex entstehen Bilder, die direkt im InDesign-Dokument platziert und als verknüpfte Assets gespeichert werden. Das Bild entsteht im Zusammenhang mit der eigentlichen Gestaltungsaufgabe.
Layouts aufbauen, variieren und weiterentwickeln
- Dokumente und Seiten anlegen sowie Texte, Bilder und Formen platzieren
- Bestehende Elemente gezielt ändern und Layoutvarianten erstellen
- Typografie, Abstände, Farben, Ebenen und Bildausschnitte bearbeiten
- Tabellen und Formate über aufgabenbezogene Skripte bearbeiten
- Dokumentkontext, Auswahl und Seitenvorschau in die Umsetzung einbeziehen
- Textüberlauf erkennen und Korrekturen anstoßen
Beschnitt und Druckvorstufe unterstützen
Auch technische Produktionsfragen lassen sich direkt am Dokument bearbeiten: Beschnittwerte auslesen und mit den Vorgaben abgleichen, randabfallende Elemente kontrollieren, Textüberlauf erkennen oder den Status von Bildverknüpfungen prüfen. So kann der Copilot Auffälligkeiten sichtbar machen und bei gezielten Korrekturen unterstützen.
Bei Fotos und Grafiken kann er Farbräume und verfügbare Profilinformationen über die angebundenen Adobe-Programme prüfen und gegen die Anforderungen der Ausgabe abgleichen. RGB-, CMYK- und Schmuckfarben werden damit ebenso zum Gegenstand eines Auftrags wie die Frage, welche Assets für die Druckvorbereitung noch angepasst werden müssen. Die abschließende Druckfreigabe bleibt Teil meiner fachlichen Prüfung.
Mehrere Arbeitsschritte zu einem Auftrag verbinden
Zum Beispiel: Informationen auf einer Webseite prüfen, den Text im Flyer aktualisieren, ein passendes Motiv erstellen, das Layout anpassen und anschließend Beschnitt und Textüberlauf kontrollieren. Oder nur einen einzelnen dieser Schritte ausführen. Diese freie Kombination macht den Copilot für ganz unterschiedliche Aufgaben der Mediengestaltung nutzbar.
Codex als Produktionstool
Das Projekt zeigt, weshalb Codex mein privater KI-Schwerpunkt ist. Mich interessiert besonders, wie daraus ein Werkzeug für intelligente Automatisierungen wird: eine Aufgabe verstehen, passende Programme ansteuern, Ergebnisse prüfen und mehrere Arbeitsschritte verbinden. Mein Wissen aus der Printproduktion bestimmt dabei, was das Werkzeug im Alltag leisten soll.
Ich entwickle den Copilot anhand konkreter Gestaltungsaufgaben weiter. Die Ergebnisse prüfe ich gestalterisch und technisch — besonders bei Referenznachbauten, feinen Freistellkanten und der finalen Druckausgabe.
Meine Rolle
Idee, Konzeption, Entwicklung und praktische Erprobung stammen von mir. Ich bringe die Anforderungen aus der Mediengestaltung ein und setze sie mit KI-Unterstützung in ein eigenes, programmübergreifendes Werkzeug um.