Pokémon trifft Codex: Ich baue mir mein eigenes Karten-Tool.
Als großer Pokémon-Fan entwickle ich mit Codex gerade eine Software für mich selbst: für Preisvergleiche, KI-Analysen, Angebote, Auktionen und den Überblick über meine Karten.
Manche Projekte entstehen ganz einfach aus einem Hobby. Ich bin großer Pokémon-Fan und beschäftige mich gerne mit den Karten. Daraus ist die Idee entstanden, mir ein eigenes Tool zu bauen, das die Informationen bündelt, die mich beim Vergleichen und Sammeln interessieren. Das Projekt heißt intern PokeCard-Dealer; die Anwendung trägt den Namen Pokéfolio.
Vom Preisvergleich zum eigenen Überblick
Ein einzelner Preis beantwortet oft noch nicht die ganze Frage. Welche Variante ist gemeint? In welchem Zustand ist die Karte? Ist sie gegradet? Was kommt an Versand und Gebühren dazu? Genau diese Zusammenhänge möchte ich in meiner Anwendung übersichtlich darstellen.
In der ersten lokalen Version gibt es bereits einen Bereich mit echten Referenzpreisen von Cardmarket und TCGPlayer über TCGdex. Weitere Ansichten und Berechnungen entwickle und erprobe ich noch mit klar gekennzeichneten Demodaten. So kann ich die Oberfläche und Abläufe ausprobieren und die Datenquellen schrittweise anbinden.
Was ich gerade zusammenbringe
- Kartensuche und Preisvergleich: Karten finden und Referenzpreise mit Quelle, Währung und Datenstand einordnen.
- Angebote und Auktionen: Angebote vergleichen und ein persönliches Gebotslimit unter Berücksichtigung zusätzlicher Kosten kalkulieren. Die Software gibt selbst keine Gebote ab.
- Watchlists und Preisalarme: interessante Karten beobachten und eigene Preisgrenzen hinterlegen.
- Sammlung und Kosten: Käufe und Verkäufe erfassen, Versand und Gebühren berücksichtigen und den Überblick behalten.
- Budget und Analyse: unterschiedliche Szenarien ausprobieren und besser verstehen, welche Annahmen hinter einer Berechnung stehen.
Ein KI-Analyst, der seine Einschätzung nachvollziehbar macht
Ein besonders spannender Bereich ist der KI-Analyst. Hier möchte ich eigene Fragen zu einer Karte stellen und eine Einordnung auf Basis der verfügbaren Daten bekommen. Die dafür entwickelte Oberfläche verbindet Beobachtungen mit den verwendeten Fakten und Quellen und zeigt Risiken und Datenlücken gesondert an. Mich interessiert dabei vor allem, warum eine Einschätzung zustande kommt und welche Informationen noch fehlen.
Die Anbindung und die strukturierte Auswertung sind vorbereitet; eine echte Modellantwort mit meinem eigenen Zugang muss ich noch praktisch verifizieren. Daneben gibt es bereits einen regelbasierten Analysten für die Demodaten. So kann ich beide Ansätze gezielt weiterentwickeln.
Marktanalyse bis zur einzelnen Kartenvariante
Ich möchte Preisverläufe über unterschiedliche Zeiträume betrachten, Karten nach Zustand und Grading vergleichen und einzelne Verkaufsdaten nachvollziehen können. Dafür sind Rechercheansichten mit Quellencharts und getrennten Varianten für unbewertete Karten sowie etwa PSA, BGS und CGC angelegt. Die Anbindung zusätzlicher Historien- und Grading-Daten ist vorbereitet und benötigt noch die entsprechenden Anbieterzugänge.
Wichtig ist mir die Unterscheidung zwischen einem Angebotspreis, einem tatsächlich erzielten Verkaufspreis und einem Referenzwert. Auch Sprache, Set und Variante müssen zusammenpassen. Die Deal-Suche prüft deshalb die Zuordnung eines Angebots zur Karte und berücksichtigt Versand und Gebühren. Bei unklaren Angaben soll die Unsicherheit sichtbar bleiben.
Eigene Limits, Budgets und eine Sammlung mit Überblick
Zum Projekt gehören auch ein Kostenrechner und ein Budget-Planer mit fünf unterschiedlichen Strategien. Damit teste ich anhand von Demodaten, wie sich Kartenkombinationen unter einem vorgegebenen Budget zusammenstellen lassen. Gebühren, Kostenpuffer und persönliche Grenzen fließen in die Berechnung ein. Für Auktionen interessiert mich besonders, welches Gebotslimit sich daraus ergibt, bevor ich selbst entscheide.
Dashboard, Rankings und sieben Bewertungskennzahlen helfen mir, die verschiedenen Perspektiven auszuprobieren — etwa Preisentwicklung, Handelbarkeit, Risiko und Datenqualität. Diese Bewertungen werden aktuell mit Demodaten erprobt. Die Portfolioverwaltung erfasst eigene Käufe und Verkäufe samt Kosten; eine durchgehend aktuelle Bewertung der gesamten Sammlung ist noch ein weiterer Entwicklungsschritt.
Preisalarme können außerdem über einen separaten lokalen Hintergrunddienst Referenzpreise beobachten. Solange der Rechner und der Dienst laufen, muss dafür nicht ständig ein Browserfenster offen sein. Meldungen werden in der Anwendung gesammelt. Zusammen mit den Watchlists soll daraus mein persönlicher Überblick über die Karten werden, die mich interessieren.
Ein laufendes Hobbyprojekt
Noch ist nicht jede Ansicht mit echten Marktdaten verbunden. Für weitere Angebote, Verkaufshistorien und KI-Auswertungen sind zusätzliche Schnittstellen vorbereitet, die ich noch anbinden und praktisch prüfen muss. Gerade bei Karten sollen am Ende auch wirklich vergleichbare Varianten gegenüberstehen.
Ich baue das Tool für mich privat — weil mich Pokémon begeistert und ich ausprobieren möchte, wie eine Anwendung für meine eigenen Fragen aussehen kann.
Mit Codex von der Idee zur Anwendung
Ich beschreibe, was ich brauche, entwickle die Oberfläche mit, teste Ergebnisse und passe die Abläufe an. Codex hilft mir dabei, diese Ideen technisch umzusetzen. Besonders spannend finde ich die Mischung aus Gestaltung, Daten und Interaktion: Eine gute Übersicht muss nicht nur funktionieren, sie soll auch angenehm zu benutzen sein.
Pokéfolio wächst gerade Schritt für Schritt. Für mich verbindet das Projekt zwei Dinge, mit denen ich mich ohnehin gerne beschäftige: Pokémon und das Entwickeln eigener Werkzeuge mit KI.